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Grams, Timm (1990)

Denkfallen und Programmierfehler

Springer-Verlag

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Tags for this publication · Psychologie des Programmierens · Fehler machen

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Reviewer Raimond Reichert (2011-06-14)

Timm Grams bietet eine anschauliche Klassifikation der verschiedenen Arten von Fehlern, die Menschen machen. Diese Klassifikation gibt auch an, weshalb wir welche Arten von Fehler machen (siehe Abbildung). Mit Hilfe dieser Klassifikation können die Fehler und Probleme beim Umgang mit dem Computer auf ein paar grundlegende Kategorien reduziert werden. Allein ein Bewusstsein für dieses Wissen kann schon helfen: Es bietet die beruhigende Gewissheit, dass gewisse Fehler (überindividuelle Fehler, Denkfallen) einfach "normal" sind und praktisch jedem passieren können.

Warum machen Menschen Fehler? Timm Grams gibt ein Verhaltensmodell wieder, das dafür eine Erklärung bietet. Als Beispiel sei hier das sogenannte Scheinwerferprinzip genannt. Unser Kurzzeitgedächtnis unterliegt einer Kapazitätsbeschränkung, die einen Engpass unserer Wahrnehmung bewirkt. Daher werden aus dem riesigen Informationsangebot, das uns via unsere Sensoren erreicht, nur kleine Mengen ausgewählt und bewusst verarbeitet. Auf welche Informationen wir unser bewusstes Augenmerk richten, hängt von unserem "Scheinwerfer der Aufmerksamkeit" ab. Wir nehmen die Informationen war, auf die wir gerade fokussieren, und ignorieren unbewusst Informationen ausserhalb des Scheinwerferlichts unserer Aufmerksamkeit. Dieses Scheinwerferprinzip ist eine der übergeordneten Ursachen, warum wir Fehler machen.

Das Buch widmet sich einem wichtigen, aber in den meisten Ausbildungsgängen untervertretenen Thema. Es zeigt nicht nur auf, warum Programmierer Fehler machen, sondern liefert auch Hinweis auf die Schwierigkeiten, die Neulinge beim Programmieren haben können.

Permanenter Kurzlink auf diese Seite: http://www.swisseduc.ch/informatik-didaktik/reviews/publications/view/14