Erta Ale

Äthiopien, 1992-95

Erta Ale ist ein Schildvulkan in der Afardepression bei 13.6°N, 40.67°E, 613 m (Lagekarte). Er gehört zum Ostafrikanischen Riftsystem. Sein Basisdurchmesser beträgt 30 km, und er ist nur 500 m hoch. Die grosse Gipfelcaldera (1600x700 m) enthält zwei Krater. Der grössere (Durchmesser 300-400 m) im Nordteil enthielt 1968 und 1973 einen Lavasee, ist derzeit aber inaktiv. Der zentral gelegene, kleinere Krater (Durchmesser 160 m, Tiefe 60 bis 90 m) enthält gegenwärtig einen aktiven Lavasee mit einer Breite von 60 m und einer Länge von 100 m (Profilzeichnung P.Vetsch).

P. Vetsch nahm an einer Expedition zum Erta Ale im Dezember 1995 teil. Sie wurde durch ein französisches Fernsehteam organisiert und wurde geleitet von G. Favre, einem Geologen mit Spezialgebiet Speleologie. Dieser war für die technischen Belange des Abstieges in den Krater (und des Aufstieges...) zuständig. Unseres Wissens gab es seit 1992 nur drei Expeditionen zum Erta Ale, und zwar alle von TV- oder Filmteams.

Auch heute, nach dem Ende des Krieges bleibt die Erta Ale-Kette einer der unzugänglichsten Regionen der Welt. Es gibt keine Strassen, die Temperaturen sind extrem hoch und der einheimische Stamm der Afar ist stolz, kriegerisch, und gegenüber Fremden oft feindselig.

Äthiopien, 1992-95
Gipfelcaldera von Erta Ale (1600x700 m) aus NW (Lavasee im kleineren Pit).
Äthiopien, 1992-95
Luftbild des aktiven Kraters (Durchmesser etwa 140 m).
Äthiopien, 1992-95
Westl. Calderarand, Blick gegen S zum Schildvulkan Hayli Gub (ebenfalls Teil der Erta Ale-Vulkankette).
Äthiopien, 1992-95
Blick vom Kraterrand auf den aktiven Lavasee im Westteil.
Äthiopien, 1992-95
Der basaltische Lavasee (etwa 60x100 m) vom Kraterrand.
Äthiopien, 1992-95
«Strandlinie» oberhalb des aktuellen Seespiegels. Veränderung der Spiegelhöhe wurden nicht beobachtet.
Äthiopien, 1992-95
Früher Morgen am Kraterrand (oben rechts der Mond).
Äthiopien, 1992-95
Der Lavasee in der Nacht.
Äthiopien, 1992-95
Abstieg in den Krater.
Äthiopien, 1992-95
Wenn die Fontänen im Lavasee nicht allzu kräftig waren, konnte man bis auf wenige Meter an das Seeufer treten.
Äthiopien, 1992-95
Die Temperaturen waren im Krater ähnlich hoch wie ausserhalb. Gase wurden durch Konvektion über dem See abgeführt.
Äthiopien, 1992-95
Kleine Lavafontäne (Höhe etwa 5 bis 6 m) nachts.
Copyright: Vor einer weiteren Verwendung der Bilder von STROMBOLI ON-LINE auf dem WWW oder in gedruckter Form wende man sich bitte zuerst an J. Alean oder P. Vetsch. Die hier präsentierten Bilder stehen auch in höherer Auflösung zur Verfügung. Die nachfolgenden Fotos wurden aufgenommen von: P. Vetsch 1995 (PV), G. Favre, Geologos 1995 (GF) und L. Cantamessa, Geodecouverte SA 1992 (LC).