Vulkanische Mondfinsternis
Während der letzten Monate gab es mehrere grosse, explosive Vulkaneruptionen (Eyjafjallajökull - April 2010, Merapi - November 2010, Kirishima - Januar 2011, Grimsvötn - Mai 2011 und schliesslich Cordon Caulle und Nabro im Juni 2011). Diese beförderten grosse Mengen von Aerosolen und Schwefeldioxid in die obere Atmosphäre. Deshalb war die totale Mondfinsternis vom 15. Juni 2011 eine der dunkelsten der letzten Jahrzehnte. Der total verfinsterte Mond war, besonders während der Dämmerung, kaum sichtbar. Die folgende Reihenaufnahme machte Marco Fulle zwischen 9:30 Uhr bis Mitternacht beim kleinen Hafen in der Bucht von Sistiana. Im Hintergrund erkennt man die Lichter von Triest (links) und Istria (Slowenien). | |||
Rafael Werndli berichtet von einem aussergewöhnlich hohen Lavaspiegel im Pitkrater des Erta Ale Mitte Februar 2010 (links). Es kam zu mehreren Überflutungen der oberen Terrasse. Zudem war im Nordkrater ein Hornito tätig (rechts oben); nebst Schlacken stiess dieser auch kleine Lavaströme aus (rechts unten) [mehr zum Erta Ale]. | Ätna, 9.11.2009: Schwache strombolianische Tätigkeit beleuchtet eine Wolke über den Gipfelkratern (links unten). Rechts Cumuluswolke über dem Valle del Bove. Möglicherweise hat am Ätna eine neue eruptive Phase begonnen; wir hoffen, dass sie sich so stark entwickeln wird wie diejenige vor zehn Jahren. | Marco sandte Daten von PASMEX4LL zur SOL-Bodenstation. Während eines plinianischen Ausbruchs erreichte die Eruptionssäule über dem Ätna eine Höhe von über 3000 Metern (1.4.2009 ;-). | Vor zehn Jahren erfolgte am Ätna eine Phase intensiver Dampfringtätigkeit. Auch der Vesuv hat in historischer Zeit solche produziert, wie die Münze unten rechts aus dem Jahr 1830 zeigt (Aufnahme Marco Fulle auf einem Flug nach Äthiopien). |
Tragischerweise kam Thomas am 29. November auf dem Ätna ums Leben, wo er die anhaltende Eruption beobachten und dokumentieren wollte. Unsere Gedanken sind bei Thomas, der sein Leben verlor beim Ausüben einer Leidenschaft welche wir teilen, und mit seiner Familie und Freunden. | Unser italienisch-chilenische Freund Alberto Trivero Rivera beobachtete in Chile eine subplinianische Eruption (Mai 2008) des Vulkans Chaiten. | Diese sogenannten "Mammatuswolken" beobachtete Marco Fulle an seinem Wohnort Sistiana (Triest, Italien; obere Bilder) nach dem Durchzug einr Gewitterfront am 2. April 2008. Die unteren Bilder stammen vom Ätna und entstanden während eines paroxismalen Ausbruchs des Südostkraters im Juni 2000. | Wir freuen uns mitteilen zu können, dass Marco Fulle als Missionsspezialist ausgewählt wurde für die Space Shuttle-Mission STS 125 zur Internationalen Raumstation. Er ist verantwortlich für den Betrieb des PASMEX4LL, eine Instrumentenplattform, welche im Columbus-Labor der ESA eingebaut werden soll (1.4.2008). |
Zwei Kilometer südlich von Pozzillo sind Ätna-Laven von Santa Tecla zugänglich. Hier bauten die Araber einen Wachturm, was beweist, dass dieses Material noch älter ist. Beachte im Hauptregenbogen die feinen Interferenzbögen auf der Innenseite. Aufnahme Marco Fulle 21. Oktober 2007. | Im Dezember 2006 führte Roberto Carniel eine kurze Untersuchung der Entstehungsbedingungen und der Metamorphose eines vulkanologischen Phänomens durch, das allgemein als Peles Haar bezeichnet wird: Vorläufige Ergebnisse dieser Studie (1.4.2007). | Mitglieder des SOL-Teams sind nicht nur an Vulkanologie, sondern auch an Astronomie interessiert. In der Abenddämmerung des 12. Januar 2007 sah Marco diesen im Perihel, auf halber Distanz vom Planeten Merkur zur Sonne. Dabei schien der Komet in einen Lavasee zu stürzen... | Ein spezieller Dank an: Tom Pfeiffer, Giovanni Tomarchio; alle Ätnaführer - insbesondere Rosario Basile (Bild), Turi Carbonaro, Andrea Ercolani, Carmelo Ferlito, Alfio, Andrea and Nino Mazzaglia; Finanza-Mitarbeiter und Parkangestellte; INGV-Vulkanologen - allen voran Boris Behncke, Sonia Calvari und Marco Neri. |
Auf Strombolicchio entsteht ein neuer Hotelkmplex. Geplant ist ein Fünfsterne-Hotel mit bis zu 50 Luxussuiten, alle mit Blick auf die Insel Stromboli und die nachts sichtbaren Eruptionen. Falls Sie diese Meldung beunruhigt: Datum beachten! (1.4.2006). | In 2002 gab es so viele Eruptionen und Expeditionen, dass auf SOL eine verwirrende Vielfalt neuer Seiten erschienen. Deshalb erinnern wir hier an die Kirchen von Lalibela, die sich tief verborgen in den Lavaschichten des äthiopischen Hochlandes befinden [mehr]. | Wegen des Rückgangs der Besucherzahlen haben Hotel- und Restaurantbesitzer unerwartete Massnahmen ergriffen. Um ihre Anhängigkeit von lokalem Einkommen zu verringern, entwickelten sie eine Vorwärtsstrategie und suchten Synergien mit Investoren vom Festland und in Übersee ;-) | Stromboli online mag der «Dinosaurier» der Websites über Vulkane sein, aber er ist quicklebendig, frisch und munter! Wir sind stolz darauf, das 10. Jubiläum feiern zu können. Aus Anlass dieses monumentalen Ereignisses bieten wir stark verbesserte und grössere Videoclips des Lavasees am Erta Ale an. |
Marco und Jürg fanden beim Besuch des Ätna im Oktober 2004 auch eine «Eruption von Marienkäferchen» vor. Bei Ätna Süd auf 2000 m.ü.M. gab es Millionen von ihnen, und manche fanden sich auch auf fast 3000 m.ü.M. | Snoopy ist nach Stromboli umgezogen. Sie können Snoopy auch in Aktion sehen in einem Filmclip, der im Stromboli-Livecamarchiv enthalten ist. Ein weiterer, wärmeliebender Organismus ist im Livecambild von White Island erkennbar. | Schwierig und gefährlich ist oft die Feldarbeit des Vulkanologen. Manchmal kommen ungewöhnliche Transportmittel zum Einsatz. Hier ist Jürg unterwegs auf der prächtigen vulkanischen Insel Lipari. | Manchmal ist der Unterhalt von Stromboli online erschwert, wenn Nachbars Katze vorbeischaut. Da er "Fumo" heisst, (Rauch!) ist sein Interesse an Vulkanologie verständlich, doch führt seine Vorliebe für Schlafplätze gelegentlich zu Tippfehlern... |
Das Bild wurde uns von einem Einwohner Strombolis zugeschickt. | |||