Experimentieren Sie mit Bombenparametern!

Experimente mit Bombenparametern verhelfen geben Ihnen interessante Einsichten in die Effekte der verschiedenen physikalischen Einflussgrössen. Versuchen Sie einmal, Fragen wie die folgenden zu beantworten.

Kommt es auf die Bombengrösse an?

Starten Sie mit einem vernünftigen Abschusswinkel (zum Beispiel 45°) und Startgeschwindigkeit (zum Beispiel 100 m/s). Setzen Sie dann den Bombendurchmesser auf 10, 30, 100, 300 Zentimeter. Falls Sie den Luftwiderstand "ausschalten" fliegen alle Bomben gleich weit. In der realen Welt gibt es natürlich Luftwiderstand. Er beeinflusst grosse Bomben weniger, da ihre Querschnittsfläche in Bezug auf die Bombenmasse geringer ist. Deshalb fliegen die grössten Bomben bei kräftigen Explosionen am weitesten.

Bomben mit sehr unterschiedlichen Durchmessern landeten nach einer ungewöhnlich heftigen Explosion am 16. Oktober 1993 auf dem Pizzo. Die kleinere links ist etwa 20 cm gross, die grössere nach dem Aufprall am Boden gegen 2 Meter; im Flug dürfte sie allerdings kompakter gewesen sein.

Wie beeinflusst der Abschusswinkel die Distanz des Aufschlagpunkts vom Krater?

In einem Vakuum und über horizontalem Gelände erreicht ein ballistisches Geschoss die grösste Distanz, wenn es in einem Winkel von 45° gegenüber der Horizontalen gestartet wird. Wenn Luftwiderstand im Spiel ist, führen etwas geringere Abschusswinkel zu etwas grösseren Reichweiten. Andere Parameter, die sich zu verändern lohnen sind natürlich die horizontale Schussrichtung (die Küste ist nicht auf allen Seiten gleich weit entfernt...) oder die Startgeschwindigkeit.

Bei diesem kleinen Ausbruch des NE-Kraters fliegen die Bomben in sehr unterschiedlichen Abschusswinkeln aus dem Schlot. Von praktisch vertikal (90°) (vertikal) kommen Winkel bis vielleicht etwa 40° vor. Die Bombe rechts flog infolge des "idealen" Abschusswinkels am weitesten.