Realien: Materialien von Anton Hafner (KZU Bülach)

 

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Klassische Sprachen
Latein, Griechisch
KZU


Quelle:

NZZ Zeitfragen, 25. November 2000, Nr.276, Seite 99

 

Altgriechisch macht zufrieden

kmr. Dem Griechisch hat das neue Maturitätsanerkennungsreglement (MAR 95) in einigen Kantonen schlicht das Aus beschert, in anderen ist es gefährdet. 1999 stellte der Typus A (Latein und Griechisch) gesamtschweizerisch immerhin noch drei Prozent aller Maturae. Inzwischen kann Griechisch zwar auch unabhängig von Latein gewählt werden, und im Kanton Zürich ist deshalb sogar eine Zunahme der Schülerzahlen festzustellen. Doch an vielen Schulen kommt die minimal geforderte Zahl an Schülern nicht mehr zustande. Oder das Fach wird nicht mehr angeboten. Dabei war gerade Griechisch ein heimlicher Hit: In einer Maturanden-Umfrage der Bildungsdirektion des Kantons Zürich zur Zufriedenheit mit einzelnen Fächern lag Griechisch an erster Stelle. Altphilologen stimmt diese Entwicklung besonders traurig: «Es ist, als ob ich einen Saal voller wunderschöner Bilder habe», sagt der Altsprachenlehrer Heinz Schmitz. «Aber der Saal liegt im 8. Stock, es hat keinen Lift, und niemand will die Anstrengung unternehmen, die Treppe hochzusteigen.»

 


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